Zur Bewertung der Qualität von Suchmaschinen

Lewandowski, Dirk: Zur Bewertung der Qualität von Suchmaschinen. In: Eberspächer, J.; Holtel, S. (Hrsg.): Suchen und Finden im Internet. Heidelberg: Springer, 2006. S. 195-199. DOI: 10.1007/978-3-540-38157-0_19

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Einleitung

Nahezu jede Betrachtung des Suchmaschinen-Markts endet in der Forderung nach mehr Transparenz und vor allem nach mehr Konkurrenz auf diesem Markt. Nutzer könnten sich nur umfassend informieren, wenn ihnen ein möglichst großes Quellenspektrum (d.h. möglichst viele hochwertige Suchmaschinen) zur Verfügung stünde, das auch tatsächlich genutzt werden würde. Tatsächlich verlassen sich die Nutzer aber zu einem großen Teil auf Google als alleinige Suchmaschine, seltener werden Yahoo und MSN verwendet, kleinere Anbieter mit eigener Technologie spielen nur eine untergeordnete Rolle [Lewandowski, 2005], S. 21ff. Während Forderungen nach der Regulierung des Markts oder der Schaffung neuer, „alternativer“ Suchmaschinen leicht geäußert werden, ist noch ziemlich unklar, wie gut – oder wie schlecht – die bisher existierenden Suchmaschinen tatsächlich sind. Wären sie alle schlecht, so ergäbe sich tatsächlich eine Notwendigkeit alternativer Suchmaschinen. Wären sie allerdings alle qualitativ hochwertig, so dürfte es sich wohl nur noch um die Frage nach einer neuen Verteilung der Nutzeranfragen auf die unterschiedlichen Suchmaschinen handeln.

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