Personalisierung und Kontextualisierung

Lewandowski, D. (2018). Personalisierung und Kontextualisierung. In F. Schade & U. Georgy (Hrsg.), Praxishandbuch Informationsmarketing (S. 334–342). Berlin, Boston: De Gruyter.

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Abstract

In diesem Beitrag werden die Verfahren der Personalisierung und der Kontextualisierung beschrieben und kritisch diskutiert. Bei der Personalisierung handelt es sich um die Anpassung auf der Basis längerfristig gespeicherter personenbezogener Daten; bei der Kontextualisierung werden Anpassungen aufgrund momentaner Nutzerdaten in Verbindung mit Massendaten aus dem System vorgenommen. Die beiden Verfahren unterscheiden sich vor allem in Bezug auf die Datensammlung und die Rückführung der Daten auf individuelle Personen. Unterschiede ergeben sich auch hinsichtlich der Genauigkeit und der Reichweite, bei denen die Personalisierung der Kontextualisierung überlegen ist. Der Beitrag schließt mit einer Liste von fünf Empfehlungen, die Information Services beachten sollten, wenn sie ihre Angebote an individuelle Nutzer bzw. Nutzungskontexte anpassen möchten: (1) Verfahren der Kontextualisierung sollten Vorrang vor Verfahren der Personalisierung haben. (2) Verfahren der Personalisierung und Kontextualisierung müssen abschaltbar sein. (3) Den Nutzern muss vermittelt werden, dass individuelle Anpassungen erfolgen. (4) Es muss für jeden Nutzer möglich sein, die über ihn gesammelten Daten vollständig einzusehen und zu bearbeiten. (5) Auf die Datensammlung muss klar hingewiesen werden.

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